„Namibia – Besuch bei den Patenschülerinnnen und –schülern“

Samstag, 23.02.2019

Heute besuchten Emre, Kadir, Ali, Seyma und Yaren ihre Patenschülerinnen und –schüler und sammelten ganz unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen.

In ihren Berichten erzählen sie uns davon, die wir hier alle veröffentlichen.

Eines wird auch beim Lesen deutlich: „Uns geht es gut und wir meckern oft auf hohem Niveau.“

Famillienbesuch – Von Kadir
Als ich mich mit meinem Austauschpartner (Goodman) auf dem weg zu seiner Famillie gemacht haben hatte ich keine hohe erwartungen da ich mich überraschen lassen wollte.Auf dem Weg zu seinem Zuhause hatte ich öfters ein mulmiges Gefühl da ich rund um die Uhr von allen am Straßenrand beobachtet wurde was aber verständlich ist da normalerweise keine Ausländer bzw Weiße in solche Viertel begibt.Als erstes hielten wir bei einem Haus eines Freundes wo sich dann sechs Freunde meines Partners sich aufhielten dort haben wir dann über diverse Themen gesprochen wie zb Politik gesprochen.Anschließen begaben wir uns in eine Kneipe die sich als die Kneipe des Vaters von meinem Austauschpartners heraustellte dort haben wir uns dann wieder unterhalten und dann habe ich schließlich mein Geschenk abgegeb worauf Goodman mir überraschender weise mir auch ein Geschenck gegeben hat.Danach haben wir uns wieder zu einem Freund gesselt wo wir wieder über die Politik und Geschichte Deutschlands geredet haben ich war sehr überrascht als die Freunde über Deutschland geredet haben da die meisten das Bild von Hitlers Regierungsform vorm Auge haben bzw das immer noch ein großer hass auf juden oder sonstige Außländer besteht.Nachdem ich die Freunde über die jetztige Lage aufgeklärt habe, habe ich mich mit Goodman wieder auf dem Weg zurück zur Schule begeben bei der es zum glück zu keinen komplikationen kam.

Text von Emre

Heute ist es soweit gewesen. Endlich dürften wir die Familie unserer Austauschschülerinnen kennenlernen. Da ich zwei Austauschschülerinnen habe, sollte ich beide Familien besuchen so stiegen wir zu dritt in einem Taxi ein und fuhren los. Als wir bei dem ersten Haus ankamen war ich positiv überrascht. Das Haus war ziemlich schön, sah ziemlich neu aus. Jedoch wurde ich weder begrüßt noch wurde mir etwas angeboten. Ich sollte direkt reinlaufen, was unangenehm für mich war. Der Vater meiner Austauschschülerinnen war am schlafen. Seine Freundin lag genauso im Bett. Ich war in ein fremdes Schlafzimmer. Einfach gruselig. Der Vater hat sich nicht mal die Mühe gemacht, sich ein T-Shirt rüberzuziehen. Als ich mein Gastgeschenk an Janine rübergereicht habe, haben wir lauter Bilder gemacht. Zum Glück war der Vater so nett und hat sich ein T-Shirt rübergezogen. Als wir das Haus verließen, fragte ich meine Austauschschülerinnen, ob die Frau ihre Mutter war. Nein es war nicht so. Die Mutter war zu dem Zeitpunkt in einer anderen Stadt und die Frau die ich sah, war die Freundin von dem Vater. Von Janine aus liefen wir weiter zu Snow-white. Auf dem Weg zu ihr wurde ich durchgehend angesprochen und angeschaut. Mir war das ziemlich unangenehm. Ich habe versucht diese blöden Kommentare zu ignorieren. Diese Menschen haben sich lustig über uns gemacht. Sie sagten, dass wir weiße dort nicht zu suchen haben. Schade das einige Menschen noch so denken. Als wir bei Snow-white ankamen, dachte ich, dass keiner zu Hause war. Doch später hat sich rausgestellt, dass die Mutter in einer anderen Stadt war, weil die Oma krank geworden ist und die Tante war am schlafen.Sie war ziemlich überrascht. Nachdem ich mein Gastgeschenk weitergegeben habe, haben wir Bilder gemacht. Sie hatte sowohl ein Steinhaus, aber auch ein Blechhaus. Wir saßen in dem Blechhaus und unterhielten uns über vieles. Ein Gesprächsthema war das Schulsystem in Deutschland. Wir haben uns aus über die verschieden Religion unterhalten. Die Familie war Herero. Daraufhin hat sich die Tante bei mir entschuldigt, da sie kein Essen zubereitet haben. Ich fand das in Ordnung. Daraufhin hat sie mich gefragt, ob ich Kapana essen möchte. Der kapana Markt war direkt in der Nähe. Daraufhin habe ich geantwortet, dass ich Vegetarierin bin und leider kein Fleisch esse. Schließlich wollte ich nicht unhöflich sein. Nachdem wir uns ziemlich lange unterhielten sind wir zum kapana Markt rübergelaufen. Ich habe meinen Austauschschülerinnen kapana ausgegeben und was zum trinken. Sie waren so glücklich. Jetzt könnte ich sie besser verstehen. Es ist wirklich besser ist, dass sie im Hostel leben. Dort hatten sie ein Bett, ein Schließfach, eine Dusche und auch essen. Unterkunft, Essen und Trinken standen Ihnen zu Verfügung.

Text von Yaren

Heute haben wir unsere Gastfamilie besucht. Mein Austauschschüler David und ich sind zuerst mit dem Taxi zum Markt gefahren, wo die Mutter ihren eigenen Stand hat und Gewürze verkauft. Außerdem hatte ich dort die Gelegenheit, seine Geschwister seine Tante kennenzulernen. Das komische war, dass mich alle beim Aussteigen angeschaut haben…. Jetzt kann ich mich in andere hineinversetzen und weiß, wie es sich anfühlt fremd zu sein. Nachdem ich mein Geschenk überreicht habe, sind wir erneut mit dem Taxi zu seinem Haus gefahren. Irgendwann gab es keine Straßen mehr und plötzlich waren wir mitten im Township. Ich sah überall nur kleine einfache Blechhäuser und es roch sehr unangenehm. Als ich dann sein Grundstück betreten durfte, welches schon groß war, kam sein Hund, namens KING, auf uns zugelaufen. Im Wohnzimmer saß sein Vater, der nichts machen konnte, da sie nur selten Strom haben. Wir haben ein wenig über die Finanzierung der Schule gesprochen. Da er mehrere Geschwister hat, kann es auch einmal im Monat dazu kommen, dass der Vater von einem seiner Kinder die Schule nicht bezahlen kann… Nachdem Gespräch hat mein Austauschschüler mir die Gegend gezeigt. Einige Freunde sind dazugekommen und wir sind dann zum Fußballspiel gegangen, wo David auch mitgespielt hat. Witzig fand ich, als er mir gefühlt auf jeder Straße seinen Bruder vorgestellt hat. Daraufhin sind wir mit dem Taxi zurück ins Hostel gefahren.
Insgesamt fand ich den Tag sehr gut, da ich noch einmal lernen durfte, das Leben in Deutschland wertzuschätzen.

Text von Seyma

Heute konnte ich endlich die Gastfamilie meiner Austauschschülerin treffen. am Anfang sind wir erstmal zu Stadt gefahren und sind etwad rumgelaufen und haben ein Eis gegessen. Ich konnte mich mit Ukaparo über viele verschiedene Dinge unterhalten und wir hatten auch viele Gemeinsamkeiten. Dann wollten wir zu ihr Nachhause gehen, jedoch hatten wir ein kleines Problem: niemand war Zuhause. Und sie hatte auch kein Schlüssel. Wir konnten deshalb nicht zu sein ihr nachhause. Ich fand das besonders enttäuschend denn ich hätte gerne gesehen wie Ukarapo lebt und auch hätte ich gerne ihre Familie kennengelernt. Jedoch hat sie mir angeboten das wir die nächsten Tage nochmal zu ihr fahren werden und es nachholen werden worauf ich mich sehr freue denn ich möchte auch gerne die Erfahrung machen wie die anderen.

C. Hiller-Kitzmann

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