Archiv der Kategorie: UNESCO

Sonntag, 16.02.2020 – Back to Germany

Wir sind gut in Frankfurt gelandet und warten auf den Zug nach Duisburg. 

Immerhin ist die Temperatur nicht frostig, trotzdem werden wir den morgendlichen Blick über Katatura und vieles mehr vermissen.

Unsere Reise ist zu Ende. Aber einiges haben wir noch zu erzählen und wir freuen uns schon mächtig auf den Gegenbesuch und die Projektarbeit in Deutschland im April/Mai.

C. Hiller-Kitzmann

Samstag, 15.02.2020 – Time to say goodbye

Heute hieß es endgültig Abschied nehmen, was uns allen nicht leicht fiel, denn in den vergangenen Wochen erlebten wir unendlich viel Offenheit, Herzlichkeit, Lebens-freude, Gemeinsamkeiten und, und, und…(da fehlen auch mal die passenden Worte).

Und wie intensiv wir in den letzten Wochen zusammen gewachsen sind, belegt auch unser Transport zum Flughafen – Gasteltern, Semplisse, Gabriel und Kaleb waren unsere Fahrer. Und wer nicht mit zum Flughafen kommen konnte, verabschiedete uns auf dem Parkplatz der Hage G. Geingob Highschool, so auch der Principal Mr. Sasa.

C. Hiller-Kitzmann

Freitag, 14.02.2020 – Hi (Aleyna)

Heute war ein ganz besonderer Tag, denn Tugce erlebte einen traumhaften Sonnenaufgang über Katatura und jeder Schüler und jede Schülerin einen besonderen letzten Abend in ihren Gastfamilien.

Aber auch wir, als Gruppe erlebten heute Momente, die unter die Haut gingen. So z.B. die Aufführung zum „School Exchange Programm 2020“, bei der u.a. alle beteiligten Schulen ihre Projektergebnisse präsentierten. Wir waren mächtig stolz auf unsere Akteure auf der Bühne.

Das von Semplisse organisierte Namibian-German-Partnership Farewell am frühen Abend in der Hage G. Geingob Highschool war für alle ein sehr emotionaler Moment, denn die anwesenden Gastmütter äußerten ihre Ängste / Befürchtungen, die sie im Vorfeld hatten und nicht nur einmal wurde gesagt „now I’ve a white son/daughter“. Auch die Beiträge unserer Schüler*innen und die der Partnerschüler*innen zeigten, welche emotionalen Bindungen aufgebaut wurden und so floss am Ende des Abends schon mal ein Tränchen.

Wie wichtig beiden Seiten die weitere Zusammenarbeit ist, zeigte auch die Teilnahme des Principals, der eigentliche seine Tochter „has to drop off“. 

C. Hiller-Kitzmann

Donnerstag, 13.02.2020 – Hey (Mahlet)

Heute war noch einmal intensive Projektarbeit angesagt. Während einige an den Plakaten zum zweiten Workshop arbeiteten, befragten andere diverse Schüler und Schülerinnen nach konkreten Ideen zur Realisierung des SDG-Ziels “equal chances” und einige übten für die Aufführung morgen.

Währenddessen hatte ich ein Gespräch mit dem Principal Mr. Sasa, in dem sich zeigte, welche herausragende Arbeit unsere Gruppe bisher gemeinsam mit der Hage G. Geingob geleistet hat, wobei das Adjektiv “herausragend” die Leistung nur ansatzweise beschreibt. Beide Seiten verfolgen die gleichen Ansätze, wollen die Kooperation langfristig fortsetzen und vereinbarten die nächsten Schritte.

Wie gut es auch zwischen unseren Schülern*innen und den Partnerschülern*innen funktioniert, zeigt auch Mahlets Bericht.

Hey,
heute war wieder ein besonders aufregender Tag mit einigen Highlights, denn wir waren nicht nur im Unterricht, sondern haben auch unser 2. Projekt beendet, bei dem wir über die Probleme von benachteilgten Schülern redeten und auch gleichzeitig versuchen, diese zu verbessern. 
Ebenfalls war heute auch der sogenannte Miss Valentins Day, an dem mehrere Mädchen modeltenund eine von denen zur Miss Valentin gewählt wurde. In Begleitung eines Schülers gingen die chic angezogenen Schülerinnen auf die Bühne und präsentierten sich der Jury. Ein Mädchen ging sogar in Begleitung von Emre auf die Bühne. Am Ende hat die Jury dann die Miss Valentine 2020 gewählt. Anschließend gab es dann verschiedene Tanzaufführungen von verschiedenen Schülergruppen, bei die Zuschauerschaft aber auch mit vollem Elan mitgetanzt hat.Ich und auch alle anderen hatten eine Menge Spaß. Ein besonderes Highlight für mich war der Auftritt von Emre und wie er dort gemodelt hat und dies hat auch den Schülern sehr gefallen. 

Mahlet, Jg. 10

C. Hiller-Kitzmann

Namibia – Bericht von Emre

Moinsen,

heute war der erste Tag bei meine Gastfamilie. Die Familie meines Austauschpartners hat mich wirklich sehr herzlich aufgenommen und mir gefällt es hier wirklich gut.
Aufgestanden sind wir dann bereits morgens um 4.30 Uhr und haben geduscht.  Danach gab es dann direkt Frühstück und dann ging es auch sofort überraschenderweise los zur Schule. Zur Schule hat uns meine Gastmutter gefahren, da sie ebenfalls zur Arbeit musste. An der Schule angekommen, trafen wir auch die anderen und haben dann auch sofort von unserer Nacht und unseren Gastfamilien erzählt.
Anschließend ging es dann auch gleich weiter zur Safari, zu der wir mit dem Schulbus gefahren wurden. Angekommen an der Okapuka Ranch, bei der unsere Safari stattfinden sollt, ging es dann zügig los.
Voll von Vorfreude stiegen wir dann in die Safari-Autos ein und fuhren los. Während der Safari haben wir viele verschiedene Tiere gesehen, die uns auch vom Guide näher beschrieben wurden. Die Safariw war für uns all ein wahnsinniges Erlebnis , das für uns alle eines der vielen Highlights sein wird.
Nach der Safari hatten wir Schüler eigentlich Freizeit und hätten nach Hause gehen können, doch dann haben wir uns spontan entschieden zusammen mit unseren Austauschpartnern  in die Stadt zu fahren, um dort gemeinsam etwas zu unternehmen. 
Bevor wir uns mit der Gruppe dort treffen konnten, mussteich mit meinem Austauschpartner woanders hin, da er Teil eines Radioprogramms ist. Dort angekommen, überlegte das Team bestehend aus mehreren Schülern ein Thema über das sie dieses Mal reden wollen. Am Ende redeten sie über die 10 reichsten Präsidenten in ganz Afrika. Es können aber auch andere Themen wie HIV oder andere Jugendinteressen vorkommen. 
Anschließend begaben wir uns zum Rest der Gruppe und bummelten ein bisschen durch die Stadt. Anschließend fuhren die Mädchen ins Kino und wir Jungs gingen Essen. Zu Hause angekommen wartete auch schon die Gastfamilie gespannt, um uns auszufragen. Etwas später gab es dann Abendessen und danach sind wir schlafen gegangen. 
Mein bisheriger Eindruck ist, dass meine Angst vor einem Leben in einer Gastfamilie falsch war, da ich hier herzlich aufgenommen wurde und mich wirklich wohl fühle.
Ich bin bereits sehr auf die nächsten Tage gespannt.

Emre, EF

Mittwoch, 12.02.2020 – Willkommen bei Familie Naango (Fatih)

Heute nahmen wir unser zweites Projekt “equal chances”, das sich spontan hier vor Ort ergab, in Angriff. Gemeinsam mit den Austauschschülern*innen und weiteren Schülern*innen, die gerne mitarbeiten wollten, setzte sich die Gruppe intensiv und persönlich u.a. mit Voraussetzungen, Gefühlen für ein Aufwachesen unter guten bzw. schlechten Bedingungen auseinander.

Allen gefällt es noch immer super gut in ihren Familien und Tugce, die mit einer allergischen Reaktion kämpft, “don’t want to blame her family” und will nicht ins Hostel zurück kehren.

Willkommen bei Familie Naango.

Seit dem 10.02. bin ich bei meinem Austauschpartner Zee und heute haben wir an dem Workshop gearbeitet. Als wir dann zu Hause waren, hat der Vater von Zee uns Nudeln mit Gemüse gemacht und es war sehr lecker. Zee und sein Vater leben alleine in einer Blechhütte, obwohl sie ein Haus weiter im Westen haben, weil Zee hier in Windhoek in die Schule geht. Die Nachbarn sind sehr nett und offen, denn als wir am Dienstag von der Schule kamen, hatte Zee seinen Schlüssel nicht dabei und der Vater war nicht zu Hause, deshalb mussten wir draußen warten und es hat angefangen zu regnen. Aber die Nachbarn haben uns gesehen und haben uns rein gebeten, damit wir nicht im Regen warten mussten. 
Also alles in allem ist der Aufenthalt hier sehr angenehm, schön und eine ganz neue Erfahrung für mich persönlich.
Schöne Grüße von Familie Naango und von Fatih

Fatih, EF

C. Hiller-Kitzmann

Dienstag 11.02.2020 – “Hello again” von Tugce

Begeistert empfingen uns unsere Schüler*innen nach ihrer ersten Nacht in den Gastfamilien heute morgen an der Schule. Alle hatten Positives zu erzählen. Okay, Emre litt unter den Mücken und Fatih unter der geschlossenen Tür.

Ab heute wird jeden Tag ein Schüler bzw. eine Schülerin von Ihren Erfahrungen in der Gastfamilie berichten.

Für unsere Gruppe und die Gastschüler*innen ging es heute auf zur Safari auf der Okupuka Ranch. Leider haben wir nicht so viele Tiere gesehen, wie wir uns gewünscht haben. Aber in Folge der Trockenheit seit dem letzten Jahr sind nahezu 73 % des Bestandes verschwunden – entweder auf der Suche nach Wasser ins Gebirge abgewandert oder verstorben. Trotzdem war die Fahrt durh die Trockensavanne beeindruckend.

Tugce, die heute berichtet, ist ganz begeistert, denn statt am Handy zu spielen etc. sitzt am Abend die ganze Familie zusammen und redet.

Hello from me again (Tugce)
Unsere letzte Woche hier in Namibia verbringen wir bei unseren Austauschschülern zuhause.
Hier ist es wirklich anders als in meinem zuhause in Deutschland. Ich wohne an einem Ort, welcher auch “Silver City” genannt wird, da alle “Häuser” hier aus Blech bestehen. Wir haben keinen Stromund auch kein Wasser. Trotz diesem ungewohnten Lifestyle fühle ich mich hier in diesem Haus wohl, aufgrund dieser wundervollen Familie. Meine Partnerin und ich haben ein eigenes Zimmer außerhalb des Hauses und wir schlafen gemeinsam in einem Bett.
Meine Ersatzmama für diese Woche ist so nett. Wo auch immer wir hingehen, sagt sie diesen Satz “ ´This is my daughter from another mother” (=das hier ist meine Tochter von einer anderen Mutter).
Ist das nicht schön zu hören?
Liebe Grüße aus Namibia und da wir hier schon 23 Uhr haben, wünsche ich allen eine gute Nacht.#

Tugce, QI

C. Hiller-Kitzmann

Sonntag, 09.02.2020 – Moinsen sagt Emre

Heute war tatsächlich ein relativ ruhiger Tag, wobei in den beiden Meetings zur Vorbereitung des Workshops “disadvantaged pupils”intensivst gearbeitet und diskutiert wurde. Kein leichtes Thema, denn die Schüler und Schülerinnen mussten sich nicht nur mit sich auseinandersetzen sondern vielmals die Perspektive wechseln.

Nebenbei wurde noch mal die Waschmaschine angeschmissen, Koffer gepackt, der Besuch aus Münster und besonders Hendrine und ihre Freundin begrüßt. 5 Stunden dauerte es bis Tugce’s neue Frisur dank Hendrine fertig war.

Auch Hendrine grüßt alle ganz herzlich.

 
Moinsen,
 
heute war auch wieder ein ganz gemütlicher Tag an dem wir nicht besonders viel gemacht haben, der für mich aber trotzdem einer der besten war. Der Tag hat mir heute besonders gut gefallen einfach nur aus dem Grund das es heute zum Frühstück Pfannkuchen mit Nutella oder anderen Topics gab. Nach dem Frühstück haben wir uns dann wieder getroffen, weil wir dann über unser zweites Projekt geredet haben, bei dem wir dann über Armut beziehungsweise die dadurch benachteiligten Kinder geredet haben.
Dabei haben wir versucht uns in einige Lebenssituationen hinein zu versetzen um zu schauen wie wir denn mit der Situation umgehen würden oder welche Gefühle wir unter diesen Umständen hätten.
Also ein kleines Brainstorming. Anschließend hatten wir dann Freizeit. Während der Freizeit sind dann für mich überraschend die Betreuer vom Schiller-Gymnasium rüber gekommen und haben dann mit uns im Pool die Sonne genossen. Ein bisschen später dann trafen wir uns wieder als Gruppe und haben über unsere Gedanken, die wir beim Brainstorming gehabt haben gesprochen. Dabei ist uns aufgefallen das Armut viele verschiedene Gesichter besitzt, die alle auf deren eigenen Art und Weise schwierig zu bekämpfen sein können. Abschließend gab es am Abend dann auch noch eine Feier zur Verabschiedung zweier Bewohner die morgen das Hostel verlassen, weil sie wieder nach Hause fliegen. An dem Abend haben wir die Schüler aber auch reichlich gefeiert, da es unser letzter Tag im Hostel ist, weil wir ab morgen ebenso das Hostel verlassen. Denn ab morgen werden wir die restliche Woche bis zum Flug bei unseren Austauschpartnern wohnen. Worauf ich übrigens sehr gespannt bin, weil ich sonst zuvor noch nie bei einer eher fremden Familie für eine solch lange Zeit geschlafen habe.

Emre, EF

C. Hiller-Kitzmann

Samstag, 08.02.2020 – More von Katatura sagt Ali

Oder “Guten Morgen aus Katatura”. 

Am Vormittag wurde eifrig und konzentriert an der Plakaterstellung des ersten Workshops für die Präsentation gearbeitet. Es war spannend zu erleben, wie über die Gestaltung diskutiert und die Arbeit aufgeteilt wurde. Und keine/r drückte sich vor der Arbeit!!!

Am Nachmittag ging es dann auf Wunsch der Gruppe nochmal nach Penduka, denn dieses Projekt hatte die Schülergruppe derart beeindruckt, dass man es mit einem kleinen Einkauf aktiv unterstützen wollte.

Und Besuch bekamen wir heute auch noch. Nande sein Zwillingsbruder und ihr Freund Martin schauten vorbei und waren auch zum Abendessen eingeladen. Nande studiert mittlerweile Ingineurwissenschaft und lässt liebe Grüße ausrichten. 

More van Katutura,
hoffe euch allen geht es gut und ihr verfolgt weiterhin unsere Homepage. 

Heute haben wir unseren Tag etwas anders begonnen. Nach den zwei Workshop-Tagen haben wir unsere Ergebnisse auf Plakaten festgehalten. Dies hat zwar etwas Zeit beansprucht, aber langweilig war es auf keinen Fall – im Gegenteil, wir haben Musik gehört und nebenbei Honigmelone gegessen 😋. 

Gegen 15:30 Uhr hat uns dann Shaun, einer vom Wadadee House*, zu „Penduka“ gefahren. Penduka liegt direkt an einem Stausee in Windhoek und ist eine sich selbst tragende gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die Entwicklungsmöglichkeiten und Trainings für benachteiligte Frauen vor Ort bietet.  Benachteiligungen sind beispielsweise Krankheiten wie Tuberkulose oder HIV. Seit 1992 gehen 100% der Gewinne an die Frauen und durch eine Ausbildung können die Frauen selbst Kleinunternehmerinnen oder Teil des Penduka Teams werden und dadurch Einkommen erwerben. Arbeitsplätze werden in der Herstellung von einzigartigen, handgefertigten Produkten, aber auch im gastwirtschaftlichen Bereich zum Beispiel im Restaurant, bei der Betreuung der Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen und einheimische Gästed oder bei der Ausrichtung von Konferenzen angeboten. 


Uns hat es sehr gefallen und der Blick auf den Stausee war klasse! Gleich wird noch gekocht und übermorgen geht es dann für eine Woche zu unseren Austauschschülern*innen.

C.Hiller-Kitzmann